Handwerk im Aufwind

 

15.03.2017
Das Handwerk bleibt im Aufwind


Stabile Konjunktur in der Region / Mehr Jugendliche starteten 2016 eine Ausbildung im Handwerk / Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen veröffentlicht sechs Wahlprüfsteine des regionalen Handwerks und setzt sich für Investitionen und den Abbau bürokratischer Hürden ein.

Das Handwerk in Dortmund und Lünen hat 2016 vom größten Wirtschaftswachstum seit fünf Jahren profitiert. Für Nordrhein-Westfalen bestätigte Handwerk. NRW (vormals: Nordrhein-Westfälischer Handwerkstag) ein Wachstum von 1,5 Prozent. Die Kauflust der Verbraucher wuchs dank niedriger Zinsen, die Zahl der Arbeitslosen sank und die Kommunen nahmen bedingt durch die Unterbringung von Migranten mehr Geld in die Hand. Die Auftragsbücher der meisten Betriebe waren damit im Berichtsjahr gut gefüllt. Besonders stark zeigte sich 2016 die Geschäftslage im Bau- und Ausbaugewerbe durch die hohe Nachfrage bei Neubauten und Modernisierungen. 88 Prozent der Unternehmen in Dortmund und Lünen bezeichneten bereits im August – so die Zahlen der Herbstumfrage der Handwerkskammer Dortmund – ihre Geschäftslage als befriedigend oder gut. Dieser Trend setzte sich bis in den Januar fort. Nach den Resultaten einer eigenen, im Januar durchgeführten Online-Umfrage der Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen unter 1.100 Innungsbetrieben beurteilen derzeit fast 93 Prozent (92,62 %) der Betriebe ihre Geschäftslage als befriedigend oder gut. Das Handwerk rechnet mit einem stabilen Jahr 2017: Neun von zehn (87,42 %) Unternehmen erwarten gleichbleibende oder steigende Umsätze und fast drei Viertel (72,11 %) setzen darauf, den Mitarbeiterbestand zu halten. Mehr als 18 Prozent (18,37 %) wollen in diesem Jahr sogar noch neue Mitarbei-ter einstellen. Erfreulich ist auch, dass der weitaus überwiegende Teil der Betriebe (91,43 %) die Zahl der Ausbildungsplätze beibehalten oder sogar erhöhen (15,72 % ) will.

Mehr junge Menschen starteten Ausbildung


Auch für den Arbeitsmarkt im Handwerk war 2016 ein gutes Jahr. NRW verzeichnete mit 1,1 Millionen Beschäftigten im Handwerk rund 0,1 Prozent mehr als im Vorjahr (Quelle: Handwerk.NRW). Dortmund und Lünen können auf eine stabile Entwicklung und wie im Jahr davor auf rund 35.900 Beschäftigte verweisen – davon ca. 32.000 in Dortmund und ca. 3.900 in Lünen. Gleichzeitig zeigte sich bei der Agentur für Arbeit eine gestiegene Nachfrage nach Arbeitskräften und ein Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit. Das Handwerk in Dortmund und Lünen trug seinen Teil zu dieser positiven Entwicklung bei und unternahm 2016 erneut große Anstrengungen, um möglichst vielen jungen Menschen die Chance auf eine gute berufliche Zukunft bieten zu können. Insgesamt 1.033 Auszubildende begannen hier im Berichtsjahr eine Lehre im Handwerk. Das sind rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr. In rund zwei Dritteln der Handwerksbetriebe der Region wird derzeit ausgebildet. Allerdings konnten 2016 18 Prozent der Betriebe keine geeigneten Bewerber finden. Zum Jahreswechsel waren in Dortmund noch 266 und in Lünen 21 offene Ausbildungsstellen in den Lehrstellenbörsen zu finden. Insgesamt standen 2016 3.466 Auszubildende in den Innungsbetrieben in Dortmund und Lünen in einem Lehrverhältnis. Die Gesamtzahl der Auszubildenden ist damit gegenüber 2015 (3.558 Auszubildende) leicht um 2,6 Prozent gesunken, was der bereits im zweiten Jahr hohen Zahl von über 1.000 abgehenden Prüflingen zuzuschreiben ist, (2015: 1.167, 2016: 1.114) die ihre Gesellenprüfung 2 ablegten. Ebenfalls gesunken ist die Zahl der Betriebe in der Region. Mit insgesamt 4.684 (2016) gegenüber 4.749 (2015) gab es im Berichtsjahr 65 Betriebe oder rund ein Prozent weniger Handwerksunternehmen in der Region, darunter insgesamt 44 Vollhandwerksbetriebe (27 in Dortmund und 17 in Lünen). Die Gründe dafür liegen zumeist in Fusionen. Die Betriebe schlossen sich entweder aus wirtschaftlichen Gründen zusammen oder wurden im Rahmen von Nachfolgeregelungen vereint. Die Arbeitsplätze blieben dabei, wie die Beschäftigten-Statistik zeigt, bis auf wenige Ausnahmen erhal-ten.


Den Trend nicht abreißen lassen


Für das Handwerk in der Region Dortmund und Lünen geht es jetzt darum, den stabilen Wachstumskurs nicht zu bremsen oder abreißen zu lassen. Die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe muss 2017 und darüber hinaus erhalten bleiben. Entscheidend dafür sind stabile Rahmenbedingungen, die derzeit nicht überall anzutreffen sind. Die Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen hat deshalb sechs wesentliche Forderungen der Handwerksunternehmer in einem eigenen Positionspapier mit „Wahlprüfsteinen“ zusammengefasst, die im Wahljahr 2017 den Politikern der Region sowohl für die Landtags- als auch für die Bundestagswahl wichtige Impulse mit auf den Weg geben sollen. Denn das Handwerk in Dortmund und Lünen ist nach wie vor einer der größten Arbeitgeber in der Region, an dessen Interessen sich auch das Wahlverhalten vieler Beschäftigter und deren Familien ausrichten wird.

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